Google-Unternehmensprofil einrichten.
Der Eintrag, mit dem du bei Google Maps und in der Karte über den Suchergebnissen erscheinst. Kostenlos, in einer Stunde angelegt — und für die meisten lokalen Betriebe wichtiger als die eigene Website. Hier Schritt für Schritt, mit den Fehlern, die ich am häufigsten sehe.
warum das zählt
Wer „Friseur Rees“ oder „Heizungsbauer Emmerich“ sucht, sieht zuerst eine Karte mit drei Betrieben. Darunter erst die normalen Ergebnisse. Ob du in diesen drei bist, entscheidet sich fast nur über das Unternehmensprofil: Kategorie, Vollständigkeit, Nähe zum Suchenden und Bewertungen. Früher hieß es „Google My Business“ — gemeint ist dasselbe.
schritt für schritt
1. Prüfen, ob es schon einen Eintrag gibt
Such bei Google Maps nach deinem Betriebsnamen. Oft hat Google längst einen Eintrag angelegt, oder ein Vorbesitzer hat einen hinterlassen. Dann nicht neu anlegen, sondern über „Inhaber dieses Unternehmens?“ beanspruchen. Doppelte Einträge schaden beiden.
2. Anlegen unter business.google.com
Mit einem Google-Konto, das dem Betrieb gehört — nicht dem Neffen, nicht der Agentur. Wenn jemand anderes helfen soll, fügst du ihn später als Verwalter hinzu.
3. Den Namen genau so schreiben wie im Impressum
Keine Zusätze wie „Bester Elektriker Rees“. Google wertet das als Täuschung und kann den Eintrag sperren. Name, Adresse und Telefonnummer sollten überall identisch sein: Website, Profil, Verzeichnisse.
4. Die Hauptkategorie mit Bedacht wählen
Die wichtigste Einstellung überhaupt. Wähle die Kategorie, die am genauesten beschreibt, womit du dein Geld verdienst — „Elektroinstallateur“ statt „Handwerker“. Dazu bis zu vier weitere Kategorien für Nebenleistungen.
5. Adresse oder Einzugsgebiet
Kommen Kunden zu dir, gib die Adresse an. Fährst du zu den Kunden und hast kein Ladenlokal, blende die Adresse aus und trage stattdessen die Orte ein, in denen du arbeitest — etwa Rees, Emmerich, Kalkar, Isselburg und Wesel.
6. Bestätigen
Google verlangt einen Nachweis: per Video, Postkarte oder Anruf. Das kann einige Tage dauern. Erst danach ist der Eintrag öffentlich und änderbar.
7. Alles ausfüllen, was angeboten wird
Öffnungszeiten, Leistungen mit kurzer Beschreibung, Website, Telefonnummer, Eröffnungsdatum, Beschreibung. Vollständige Profile werden häufiger gezeigt — und Besucher rufen eher an, wenn sie nichts suchen müssen.
8. Echte Fotos hochladen
Außenansicht, damit man dich findet. Innen, Team, Fahrzeuge, fertige Arbeiten. Keine Bilddatenbank. Alle paar Wochen ein neues Foto zeigt Google, dass der Betrieb lebt.
bewertungen
Der Teil, der am meisten bringt und am meisten liegen bleibt.
Bewertungen sind einer der stärksten Gründe, warum ein Betrieb in der Karte vor einem anderen steht. Dabei zählt weniger die Gesamtzahl als die Regelmäßigkeit: Ein Profil, das jeden Monat ein paar neue bekommt, schlägt eines mit vielen alten. Und Kunden lesen vor allem die der letzten Monate.
die häufigsten fehler
und dann?
Das Profil ist die Grundlage. Damit es gegen die Konkurrenz trägt, muss die Website mitziehen: eigene Seiten pro Leistung, der Ort in Seitentiteln, dieselben Angaben wie im Profil. Wie das zusammenspielt, steht auf der Seite SEO aus Rees. Wenn du das Profil lieber einrichten lassen willst, gehört es zum Online-Marketing — und läuft danach auf deinen Namen, nicht auf meinen.
häufige fragen
Kostet das Unternehmensprofil etwas?
Nein. Das Profil ist kostenlos. Wer dir dafür eine monatliche Gebühr in Rechnung stellt, verkauft dir Betreuung — das kann sinnvoll sein, sollte aber so benannt werden.
Brauche ich eine Website, um ein Profil zu haben?
Nein. Aber mit einer guten Website wird das Profil stärker, weil Google beide Angaben miteinander abgleicht.
Wie werde ich schlechte Bewertungen los?
Nur wenn sie gegen die Richtlinien verstoßen, etwa Beleidigungen oder Bewertungen von Leuten, die nie Kunde waren. Dann über das Profil melden. Ansonsten: sachlich antworten. Leser schauen oft mehr auf die Antwort als auf die Kritik.
Was ist mit Bing und Apple Karten?
Lohnt sich zusätzlich. Bing Places und Apple Business Connect sind kostenlos und lassen sich teils aus dem Google-Profil übernehmen. Bing liefert außerdem Daten für KI-Assistenten wie ChatGPT und Copilot.
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