Website-Relaunch ohne Google-Verluste.
Eine neue Website soll mehr Anfragen bringen, nicht weniger. Trotzdem verlieren viele Betriebe nach dem Relaunch ihre Plätze bei Google — fast immer aus denselben drei Gründen. Hier steht, wie du die alte Seite modernisierst, ohne das aufzugeben, was sie sich über Jahre erarbeitet hat.
warum seiten nach dem relaunch abstürzen
Alte Adressen laufen ins Leere
Aus /leistungen/heizung.html wird /heizung/. Für Google sind das zwei verschiedene Seiten. Ohne Weiterleitung landet jeder, der über ein altes Suchergebnis oder einen Link kommt, auf einer Fehlerseite — und Google streicht die alte Adresse nach und nach.
Inhalte verschwinden
Die neue Seite ist schlanker, schöner, moderner — und die drei Unterseiten, die die meisten Besucher gebracht haben, wurden „zusammengefasst“. Was nicht mehr da ist, kann nicht mehr gefunden werden.
Die Testseite bleibt gesperrt
Während des Baus steht die neue Seite auf „nicht indexieren“, damit Google sie nicht vorzeitig findet. Beim Umschalten vergisst jemand, den Haken zu entfernen. Die ganze Website verschwindet aus Google — langsam, aber gründlich.
vorher: bestand aufnehmen
Welche Seiten bringen heute Besucher?
In der Google Search Console steht, über welche Seiten und Suchbegriffe Leute heute kommen. Diese Seiten sind dein Kapital. Sie müssen in der neuen Website eine Entsprechung bekommen — mit mindestens so viel Inhalt wie vorher.
Welche Adressen gibt es überhaupt?
Eine vollständige Liste aller alten Adressen: aus der Sitemap, aus der Search Console, notfalls aus dem Webarchiv. Auch die Seiten, die längst niemand mehr pflegt — sie haben oft noch Links von außen.
Wer verlinkt auf dich?
Vereine, Lieferanten, Branchenverzeichnisse. Diese Links zeigen auf bestimmte Adressen. Die müssen nach dem Umzug weiterhin irgendwo ankommen.
beim umschalten
nachher: vier wochen hinschauen
In den ersten Tagen nach dem Umschalten schwanken die Positionen fast immer etwas. Das ist normal: Google muss die neuen Adressen erst einlesen und den Weiterleitungen folgen. Wichtig ist, in dieser Zeit täglich auf Fehlerseiten zu achten und sie sofort umzuleiten. Nach zwei bis vier Wochen sollte sich das Bild beruhigt haben — und bei einer gut gebauten neuen Seite stehen die Plätze danach besser als vorher, weil Ladezeit, Handy-Darstellung und Struktur stimmen.
neu bauen oder modernisieren?
Nicht jede alte Website muss komplett ersetzt werden. Wenn das System aktuell ist und sich gut pflegen lässt, reicht manchmal eine neue Gestaltung mit besseren Texten. Wenn die Seite auf einem veralteten Baukasten liegt, sich auf dem Handy nicht bedienen lässt oder niemand mehr weiß, wie man sie ändert, ist ein Neubau meist günstiger als Flickwerk. Wie ich das für Betriebe in Rees, Emmerich und Wesel mache, steht unter Webdesign aus Rees. Was das ungefähr kostet, steht im Ratgeber Was kostet eine Website?
häufige fragen
Verliere ich bei einem Relaunch meine Google-Plätze?
Nicht, wenn alte Adressen sauber weitergeleitet werden und die Inhalte, die heute Besucher bringen, erhalten bleiben. Kurze Schwankungen in den ersten Wochen sind normal.
Kann ich die Domain behalten?
Ja, und das solltest du. Eine Domain, die seit Jahren besteht, hat bei Google Vertrauen aufgebaut. Ein Domainwechsel ist ein zusätzliches Risiko und sollte nur einen guten Grund haben.
Wie lange ist die Website während des Relaunchs offline?
Gar nicht. Die neue Seite entsteht parallel auf einer Testadresse, die alte bleibt bis zur Umschaltung erreichbar. Das Umschalten selbst dauert Minuten.
Was passiert mit meinen E-Mails?
Nichts, wenn beim Umzug nur die Website angefasst wird. E-Mail und Website hängen oft an derselben Domain, laufen technisch aber getrennt. Vorher prüfen, wer die Domain verwaltet.
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